European Swimming Trials – Eindhoven – 02. – 06. Juni 2026

Fabio gab in Holland eine überzeugende Vorstellung beim nächsten Internatonalen Einsatz: Bezirksrekord, Bestzeiten und A-Finale

Sein schon als junger Schwimmer ausgegebenes Ziel durfte Fabio Berendes nach der letztjährigen Junioren-EM in der Slowakei wieder genießen: als Mitglied der Nationalmannschaft die Farben Deutschlands international zu vertreten. Zwar noch nicht bei den Europameisterschaften Anfang August in Paris, aber jetzt mit kontinentalem Flair auf den European Swimming Trials in Eindhoven.

Der niederländisch königliche Schwimmbund (KNZB) kombiniert seine EM-Ausscheidungswettkämpfe und bietet der erweiterten europäischen Spitze die Gelegenheit bei optimaler Konkurrenz und starker Atmosphäre nach den nationalen Meisterschaften nochmals ihr absolutes Leistungsvermögen abzurufen. So freute sich Berendes sehr, auf der  50-m-Bahn des „Pieter van den Hoogenband Schwimmstadions“ dieses besondere Event zu nutzen, um seine Bestmarken vor dem allgemeinen Saisonbreak nochmals zu steigern.

„Beeindruckend mit Lichtshow und persönlicher Vorstellung einzumarschieren und dann von 2000 Zuschauern angefeuert zu werden!“ So ging der Emsbürener Schwimmer hoch motiviert in vier Disziplinen an den Start. Dabei konnte sich 19-Jährige in Diensten des VfL Osnabrück aber nicht alle sportlichen Wünsche erfüllen.

Highlights waren die A-Finalteilnahme auf seiner beste Strecke, den 100 m Brust, sowie zwei persönliche Rekorde über 200 m Brust und überraschend auch über 200 m Lagen. Damit verstärkte sich die Erkenntnis, die schon bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften letzten Herbst in Wuppertal aufkam, das Berendes Stärken nicht nur im Brustschwimmen liegen.  

Im Mekka des niederländischen Schwimmsports und der Heimat des Großvereins PSV katapultierte sich der Emsländer in die engere  deutsche Spitze im Lagenschwimmen. Berendes steigerte seine persönliche Bestzeit über 200 m um rund 2,5 Sekunden im Vorlauf und dann um weitere knapp 2,5 Sekunden im B-Finale, welches er in 2:05,62 Minuten für sich entscheiden konnte. „So hat das Höhentrainingslager nach den Deutschen doch ordentlich was gebracht!“, freute er sich über seine gesteigerte Vielseitigkeit, Ausdauer und vor allem größere „Verwendungsbreite“.

Eine leichte Steigerung seiner Bestmarke aus dem Vorjahr zeigte Berendes über 200 m Brust und schlug als Vierzehnter in wieder verbesserten 2:16,49 Minuten an. Damit blieb er deutlich unter seinem Ergebnis von der DM in Berlin und lieferte damit auch einen neuen Bezirksrekord ab.

Auf seiner Top-Disziplin, den 100 m Brust, reichten ihm gute 1:02,15 Minuten um als Achter ins A-Finale einzuziehen. Dort ging Berendes zwar beherzt an, musste den häufigen Starts mit Vor- und Endlauf unter Vollbelastung doch etwas Tribut zollen und schlug nach starker erster Bahn nur als Letzter und Zehnter in 1:02,21 Minuten an. Es fehlten 53 Hundertstel zur Bestmarke von der DM.