Die Emsländer bei der DM in der Berliner SSE

Deutsche Meisterschaften 50-m-Bahn – 23. – 26. April 2026 – Berlin

Aufregende Deutsche Meisterschaften – dieses Mal besonders auch für die vier Emsländer in Berlin am Start. Wie jedes Jahr trafen sich die besten Schwimmerinnen und Schwimmer in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) zu ihren nationalen Titelkämpfen mit Qualifikationsmöglichkeiten für noch höhere Aufgaben – jetzt die EM in Paris.

Bis an die Seine geht es für Fabio Berendes allerdings nicht. Nur vielleicht in seinen kühnsten Träumen war das eine Option. Da fehlte für den 19-jährigen Emsbürener doch noch einiges. „Ich bin noch jung und habe noch alle Möglichkeiten!“, freute sich der Schwimmer des VfL Osnabrück dennoch über seine persönliche Bestzeit über 100 m Brust und die Erfüllung der Norm für den DSV-Perspektivkader. „Das heißt: ich bin für die Bundestrainer weiter im Blick für die Olympischen Spiele!“.

Fabio Berendes schwimmt dreimal ins B-Finale, persönliche Bestzeit über 100 m Brust und sich damit in den Perspektiv-Kader des Deutschen Schwimmverbandes – hat damit Olympia weiter im Blick

Wie hier über die 100 m Brust, wo er in starken 1:01,68 Minuten als Zehnter anschlug stand Berendes noch zwei weitere Male im B-Finale. Über 50 m Brust steigerte er sich auf gute 28,55 Sekunden und wurde ebenso wie über 200 m Brust Vierzehnter. Dabei war der Nationalschwimmer mit der längeren Strecke gar nicht im Reinen. Zwar konnte er sich im Finale noch auf 2:17,91 Minuten gegenüber dem Vorlauf verbessern, blieb aber um über eine Sekunde hinter seiner Bestmarke zurück. „Daran wird noch gearbeitet!“, freute sich seine Trainerin Janina Braun, dass ihr Schützling nach den Norddeutschen Meisterschaften in Braunschweig (08.-10.05.) mit dem DSV erstmalig ins Höhentrainingslager in die Sierra Nevada fahren darf. Danach soll im Juli noch bei Nominierung ein Wettkampf vom DSV oder einer in Heidelberg folgen.

Felix Berling qualifizierte sich als Sechster mit starker Zeit ins A-Finale, hat dort dann einen Blackout und muss sich abgeschlagen mit dem achten Platz zufieden geben.

Felix Berling aus Meppen, im letzten Jahr überraschend Gewinner der Bronzemedaille über 50 m Brust, qualifizierte sich als Sechster in guten 27,89 Sekunden für das A-Finale. „Ich war guter Dinge und hatte noch einige Verbesserungen für den Endlauf geplant,“ so der 24-Jährige Modellathlet. „Dann aber spielte mein Kopf nicht mit, so dass ich hinterher nicht mal mehr wusste was richtig abgelaufen ist!“, hatte sich der Nürnberger Student in Diensten des 1. FCN zu viel Druck gemacht, war voll „von der Rolle“, verriss in schwachen 28,63 Sekunden das Rennen und belegte abgeschlagen nur den achten Rang. Über 100 m Brust war er das Rennen extrem schnell (28,13 Sek.) angegangen musste dem dann mit 1:03,57 Minuten und Platz 23 Tribut tollen.

Die DM-Routinierin Sarah Dall von den Wasserfreunden Dalum überzeugte mit Platz 36 über 50 m Schmetterling in guten 29,26 Sekunden. Ihre 19-jährige Vereinskollegin Sofie Gügelmeyer, immer noch deutlich in der langfristigen DM-Vorbereitung durch ihren doppelten Oberarmbruch gehandikapt, hatte über 100 m und 200 m Schmetterling die DM-Norm erfüllt und rangnierte in der SSE auf Rang 49 und 37.

Wie immer auf der DM dabei Sarah Dall aus Dalum

Drei emsländische Leistungsträger fehlten. Laura Vehns vom SV Concordia Emsbüren, die bei den Landesmeisterschaften so für Furore über 50 m Schmetterling gesorgt hatte, verpasste den DM-Meldeschluss, der erstmalig komischer Weise vor den Landestitelkämpfen in Hannover lag. Ein Platz im B-Finale wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Aber auch der Lingener Landesvizemeister Jan Richtering war ein „Opfer“ des frühen Meldeschlusses vor den Niedersächsischen und hätte über 50 m Brust wohl starten können. Zudem musste Sigiltra-Schwimmer Hendrik Schmitz passen, da er voll im Studiums Abschluss steckt.

SV Wasserfreunde Dalum        
Sarah Dall (99) 36. 50 m S 0:29,26
Sofie Gügelmeyer (07) 49. 100 m S 1:09,48; 37. 200 m S 2:36,79